Der Podcast für weibliche Vorbilder
Veröffentlicht am 23.01.2020 / 00:30
Elizabeth I. war eine der prägendsten Herrscherinnen der europäischen Geschichte. Als Königin von England regierte sie über vier Jahrzehnte in einer Zeit religiöser Konflikte, politischer Unsicherheit und männlicher Machtansprüche. Ihre Geschichte ist bis heute relevant, weil sie zeigt, wie weibliche Autorität unter extremen Bedingungen behauptet werden kann.
Geboren 1533 als Tochter von Heinrich VIII. und Anne Boleyn, erlebte Elizabeth früh politische Brutalität: Nach der Hinrichtung ihrer Mutter wurde sie für illegitim erklärt und aus der Thronfolge ausgeschlossen. Erst Jahre später wurde sie wieder eingesetzt – ein Machtspiel, das ihr strategisches Denken nachhaltig prägte. Ab 1558 regierte sie England mit politischem Kalkül, rhetorischer Stärke und bewusster Selbstinszenierung. Ihre Entscheidung, unverheiratet zu bleiben, machte sie zur „Virgin Queen“ – nicht als romantisches Ideal, sondern als machtpolitisches Instrument. Diese Folge beleuchtet Elizabeth I. nicht als Ikone monarchischer Größe, sondern als Politikerin, die Geschlechterrollen gezielt nutzte, um Herrschaft zu sichern.
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Elizabeth I. das Bild weiblicher Macht nachhaltig veränderte. Es geht um Einordnung statt Verklärung – und um die Frage, was politische Handlungsfähigkeit in einer von Männern dominierten Ordnung bedeutet.
Diese Episode stammt aus einer frühen Phase des Podcasts, in der unser Fokus vor allem darauf lag, historische Frauenfiguren sichtbar zu machen. Eine systematische Quellenarbeit entwickelte sich erst in späteren Phasen von Starke Frauen.
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Team:
Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob
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Hinweis: Diese frühe Episode entstand ohne systematische Quellenarbeit.
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