Der Podcast für weibliche Vorbilder
Veröffentlicht am 24.04.2025 / 00:15
Lucy Wills gehört zu jenen Wissenschaftlerinnen, deren Arbeit bis heute Leben rettet – und deren Name dennoch kaum bekannt ist. Dabei profitieren Millionen Menschen weltweit von ihren Forschungsergebnissen.
Lucy Wills wurde 1888 im viktorianischen England geboren und arbeitete als Hämatologin zu einer Zeit, in der Frauen in der medizinischen Forschung eine Ausnahme waren. Ihr Schwerpunkt lag auf einer Form der Blutarmut, die während der Schwangerschaft auftritt. In ihren Studien zeigte sie erstmals, dass diese Anämie durch bestimmte Nahrungsbestandteile verhindert werden kann. Entscheidend war eine Substanz, die später als Folsäure identifiziert wurde.
Wills’ Entdeckung entstand aus genauer Beobachtung und klinischer Praxis: Sie erkannte, dass ein in Marmite enthaltener Wirkstoff die Symptome deutlich verbesserte. Dieser Stoff wurde lange als „Wills-Faktor“ bezeichnet, bevor Folsäure isoliert und wissenschaftlich beschrieben wurde. Bis heute gehört Folsäure zu den zentralen Empfehlungen in der Schwangerschaftsvorsorge – oft schon vor einer Schwangerschaft.
In dieser Folge erzählen Kim und Cathrin von Lucy Wills’ wissenschaftlichem Weg, ordnen ihre Forschung historisch ein und sprechen darüber, warum ihre Arbeit ein Meilenstein in der Geschichte der Medizin ist. Ein Porträt über medizinische Neugier, Beharrlichkeit und die nachhaltige Wirkung stiller Forschung.
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Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob
Recherche & Skript: Daniel Jacob
Schnitt: Eva Rabbe
https://studyflix.de/biologie/blut-3316
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4matologie
https://humanprogress.org/heroes-of-progress-pt-28-lucy-wills/
https://en.wikipedia.org/wiki/Lucy_Wills#1911_to_1914
https://www.blutspendedienst-west.de
https://www.newscientist.com/article/2202465-how-lucy-wills-discovered-a-medical-marvel-in-marmite/
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