Der Podcast für weibliche Vorbilder
Veröffentlicht am 02.06.2022 / 00:07
Aspasia von Milet war eine der wenigen Frauen, deren Name im philosophischen Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. überliefert ist.
Sie bewegte sich im intellektuellen Zentrum einer Zeit, die bis heute als Ursprung westlicher Philosophie gilt.
Und doch bleibt ihr Einfluss in der Geschichtsschreibung fragmentarisch – und umstritten.
Aspasia lebte im antiken Athen als Ausländerin in einer Gesellschaft, in der Frauen kaum politische oder rechtliche Handlungsspielräume hatten.
Antike Quellen schreiben ihr rhetorische und philosophische Bildung zu und beschreiben sie als Gesprächspartnerin führender Denker ihrer Zeit.
Ihr möglicher Einfluss auf die sokratische Gesprächsführung sowie auf politische Reden wird diskutiert, ist aber nicht eindeutig belegbar.
Diese Folge nimmt genau diese Unsicherheit ernst und fragt, warum weibliche Denkerinnen oft nur indirekt, über Männer oder Polemik, überliefert sind.
Und was das über Macht, Erinnerung und Kanonbildung aussagt.
In dieser Episode sprechen wir über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in der Philosophiegeschichte – und darüber, wie vorsichtig Rekonstruktion sein muss, wenn Quellen fehlen.
Keine Gewissheiten, sondern eine Annäherung an Wirkung, Kontext und Deutungsspielräume.
Zu Gast ist Chiara aus der Community, die Aspasia vorstellt und historisch einordnet.
In der Folge wird unter anderem Platons Dialog Menexenos erwähnt, in dem Aspasia indirekt thematisiert wird.
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Team:
Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob
Recherche & Script: Daniel Jacob
Schnitt: Kim Seidler
Quellen & weiterführende Links:
– Platon: Menexenos (dt. Übersetzung)
– Historische Sekundärliteratur zu Aspasia