Der Podcast für weibliche Vorbilder
Veröffentlicht am 13.01.2022 / 00:09
Malika Oufkir wuchs im marokkanischen Königshaus auf – und verbrachte später mehr als zwanzig Jahre in Gefangenschaft.
Ihr Leben steht exemplarisch für die Nähe von Macht und Willkür.
Eine Geschichte, die zeigt, wie politische Loyalität über persönliche Freiheit entscheiden kann.
Geboren 1953 in Marrakesch, wurde Malika Oufkir im Kindesalter in den Haushalt von König Hassan II. aufgenommen.
Sie wuchs privilegiert auf, bis ein politischer Umsturzversuch ihres Vaters das Leben der gesamten Familie radikal veränderte.
Ohne Anklage oder Gerichtsverfahren wurde Malika gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern über zwei Jahrzehnte inhaftiert.
Diese Episode interessiert sich nicht für Sensation, sondern für Machtmechanismen, kollektive Bestrafung und das Überleben unter extremen Bedingungen.
Und sie fragt, wie Erinnerung und Erzählen nach jahrzehntelanger Isolation möglich werden.
In dieser Folge sprechen Kim und Cathrin über politische Repression, Loyalität und darüber, was es bedeutet, Freiheit erst im Erwachsenenalter kennenzulernen.
Keine Dramatisierung – sondern eine Einordnung von Biografie, Kontext und Wirkung.
Malika Oufkir verarbeitete ihre Geschichte später literarisch.
Ihre Berichte gelten als wichtige Zeugnisse marokkanischer Zeitgeschichte.
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Team:
Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob
Quellen & weiterführende Links:
– Autobiografische Werke von Malika Oufkir
– Zeitgeschichtliche Einordnungen zu Marokko
Photo: Malika Oufkir at the 2006 Texas Book Festival, © 2006 Larry D. Moore