Der Podcast für weibliche Vorbilder
Veröffentlicht am 28.10.2021 / 00:08
Seyran Ateş ist Juristin, Autorin und eine der sichtbarsten Stimmen für einen liberalen Islam in Deutschland.
Als Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee stellt sie religiöse Praxis, Geschlechterrollen und Machtstrukturen offen infrage.
Ihr Engagement ist bis heute mit massiven Anfeindungen und persönlichem Risiko verbunden.
Geboren 1963 in Istanbul, lebt Seyran Ateş seit ihrer Kindheit in Deutschland.
Sie arbeitet als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Straf- und Familienrecht und engagiert sich seit Jahrzehnten für Frauenrechte, Religionsfreiheit und Integration.
Die von ihr gegründete Ibn-Rushd-Goethe-Moschee steht für eine zeitgemäße, geschlechtergerechte Auslegung islamischer Quellen und für die Trennung von Religion und politischer Macht.
Für diese Haltung wird sie von Islamisten, Nationalisten und konservativen Kräften angefeindet und steht unter permanentem Polizeischutz.
Diese Folge beleuchtet ihren Weg zwischen juristischer Arbeit, religiöser Überzeugung und öffentlichem Konflikt.
In dieser Episode sprechen Kim und Cathrin über Glauben als persönliche Entscheidung, über patriarchale Gewaltstrukturen und über den Preis öffentlicher Haltung.
Keine einfache Position – sondern eine Auseinandersetzung mit Freiheit, Verantwortung und Widerspruch.
Seyran Ateş war unter anderem Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und nahm am Integrationsgipfel der Bundesregierung teil.
Nach schweren Bedrohungen zog sie sich zeitweise aus der Öffentlichkeit zurück und ist seit 2011 wieder aktiv.
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Team:
Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob
Recherche & Script: Daniel Jacob
Schnitt: Kim Seidler
Foto Credit: Von Müjgan Arpat - per Ticket:2012040310007065, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19333448